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Demografischer Wandel erfordert Handeln der Kommune auch in Zeiten klammer Kassen

Thomas Ristow (DIE LINKE. Kerpen)

Anlass ist für uns der zu diskutierende aktuelle kommunale Pflegebericht. Die Stadt hat zwar hauptsächlich Planungs- und Beratungsverantwortung. Wir zeigen Möglichkeiten auf, dennoch seitens der Stadt selbst festgestellte Defizite endlich anzugehen. Hierzu gehört auch die Möglichkeit den Ärztemangel mit einem kommunalen MVZ/Medizinischen Versorgungszentrum zu begegnen, wie von uns schon in der Vergangenheit beantragt, vgl. hier.

Am Herzen liegt uns jetzt besonders die Umsetzung des Bielefelder Modells in unseren Kerpener Stadtteilen. Denn die Angebote für Pflegebedürftige müssen wohnortnah zur Verfügung stehen – sonst funktioniert „ambulant vor stationär“ nicht! Und Wohnanlagen nach dem Bielefelder Modell für Pflegebedürftige, die noch selbstbestimmt in ihrem vertrauten Stadtviertel wohnen bleiben wollen, ermöglicht dies. Das Modell ist bundesweit erprobt, in München heißt es etwa „Wohnen im Viertel“, in Bielefeld wird gerade die 17. Anlage erstellt und erstmalig das Modell auch wissenschaftlich von der Uni Bielefeld untersucht. Warum also länger warten? Zumal die Stadt schon in 2010 dies Modell als nachahmenswert empfohlen hat – im nach wie vor gültigen Senioren-Handlungskonzept 2010 von Kerpen! Wenn das kommunale Bauunternehmen schwächelt, muss dann eben ein anderes Bauunternehmen gesucht werden.

Die Hände in den Schoß legen und die Schwarze Null anstarren, reicht nicht mehr!

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