Kostenübernahme finanzieller Ausfälle für Kindertagespflegepersonen in Pandemiezeiten
Wir bitten über folgenden Beschlussentwurf getrennt abstimmen zu lassen:
1. Die Stadt übernimmt rückwirkend ab März 2020 auf Antrag die Kosten für Desinfektionsmittel und andere Hygieneartikel (Handschuhe, Mundnasenabdeckungen usw.), die im Rahmen der Kinder-Tagespflege aufgrund der COVID-19-Pandemie anfallen bzw. angefallen sind, soweit diese nicht unentgeltlich zur Verfügung gestellt werden konnten. (a)
Die Stadt Kerpen gleicht die finanziellen Ausfälle der Kinder-Tagespflegepersonen aus, die durch die COVID-19-Pandemie entstanden sind (reduzierte Stundenzahl, weniger Kinder, Ausfallzeiten durch Quarantäne usw.), soweit diese nicht im Einzelfall durch Hilfsprogramme des Bundes und der Länder ausgeglichen werden. (b)
Die Stadt sichert ab, dass Kinder, die in Tagespflege sind und Symptome einer COVID-19-Infektion zeigen, unverzüglich getestet werden. (c)
2. Die Verwaltung wird beauftragt, die hier angesprochenen Probleme und ihre hier vorgetragene Lösung ggf. satzungsmäßig zu verankern.
Begründung: Kinder-Tagespflegepersonen sind als Selbständige in der Kinderbetreuung besonders von den Folgen der Pandemie betroffen. Sie erleiden einerseits Verdienstausfälle, müssen aber gleichzeitig ihren Betrieb aufrecht erhalten und fallen dadurch oftmals durch das Raster bestehender Hilfsprogramme. Durch die Pandemie sind zudem nicht unerhebliche Mehrkosten für Hygieneartikel entstanden, die bei der Berechnung der Honorare für Kinder-Tagespflegepersonen nicht einkalkuliert wurden. Hinzu kommt die gesundheitliche Gefährdung der Pflegepersonen, von Angehörigen und der betreuten Kinder und deren Familien. Der dadurch entstehenden Verunsicherung kann entgegengewirkt werden, wenn Kinder in Tagespflege, die Symptome einer COVID-19-Infektion zeigen, unverzüglich getestet werden.
