Lützerath geopfert – 5 Dörfer „gerettet“? Was wirklich hinter den Aussagen von RWE und der NRW-Landesregierung steckt!
„Lützerath wird geopfert – aber 5 Dörfer gerettet.“ Mit dieser Überschrift wurde im Jahr 2022 ein politisches Narrativ geschaffen, das auf den ersten Blick nach einem Kompromiss zwischen Klimabewegung, Regierung und Konzernen klang. Doch mit jedem Monat, der vergeht, wird klarer: Es war kein Kompromiss – es war ein Täuschungsmanöver.
Die Landesregierung NRW (CDU und Bündnis 90/Die Grünen) hatte sich 2022 im Koalitionsvertrag darauf geeinigt, die fünf Dörfer am Tagebau Garzweiler zu erhalten – im Gegenzug zur Räumung und Zerstörung von Lützerath. Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) und Wirtschaftsministerin Mona Neubaur (Grüne) verkündeten medienwirksam: „Wir retten die Dörfer Keyenberg, Kuckum, Oberwestrich, Unterwestrich und Berverath.“
Was sie nicht erwähnten: Die „Rettung“ bedeutet keine Rückführung, keine Garantie für Infrastruktur, keine Perspektive für die enteigneten oder entsiedelten Wohnstrukturen. Sie bedeutet schlicht: RWE darf die Häuser nicht mehr abreißen – aber verkaufen, leerstehen lassen oder spekulativ zurückgeben schon.
Der politische Widerspruch: Was wurde öffentlich versprochen – und was ist real passiert? „Die Dörfer sollen erhalten bleiben“ bedeutet aber nicht, es gibt ein kommunales Konzept, soziale Rückführung, Beteiligung der Betroffenen. Hinter verschlossenen Türen: RWE diktiert die Bedingungen.
Tatsächlich war der öffentlich zelebrierte „Kompromiss“ ein Produkt langwieriger Gespräche zwischen RWE und der Landesregierung. Die zentrale Forderung: Planungssicherheit für RWE. Was das konkret bedeutet: Lützerath war also lediglich ein öffentlichkeitswirksames Bauernopfer.
